EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 1. Runde  1987/88

girondins bordeaux logo Girondins de Bordeaux Football Club
(nach dem Departement “Gironde” bzw. den “Girondisten” der franz. Revolution benannt)
01.10.1881 gegründet als Girondins Guyenne Sports Bordeaux, nach einigen Fusionen ab 1950 als Girondins Bordeaux FC

 Farben: Blau-Weiß
 Stadion: Velodrom Municipal 40 200 Zuschauer

Meister:   1984, 1985, 1987
Pokalsieger:   1986, 1987
Teilnahme EC der Landesmeister:   1984/85, 1985/86, 1987/88
Teilnahme EC der Pokalsieger:   1968/69, 1986/87
Teilnahme UEFA Cup:   1981/82, 1982/83, 1983/84
1. Runde 16.09.1987 in Bordeaux
Girondins Bordeaux - Berliner FC Dynamo 2:0 (0:0)
Zuschauer: 30.000 im Stade Municipal
Referee: da Silva Valente (Portugal)
Linesman: Veija Trigo, Alvez Azevedo (Portugal)
Tore: 1:0 Bijotat (57.) 2:0 Ferreri (58.)
Girondins Bordeaux  Trainer: Jacquet 
Dropsy - Roche, Pean, Zoran Vujovic - Toure, Tigana, Bijotat, Ferreri - Fargeon, Thouvenell, Zlatko Vujovic
BFC Dynamo Trainer: Bogs
Rudwaleit - Rohde - Köller, Ksienzyk - Backs, B. Schulz, Küttner, Ernst, M. Schulz - Thom, Doll
1. Runde 30.09.1987 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Girondins Bordeaux 0:2 (0:0)
Zuschauer: 20.000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Valentine (Schottland)
Linesman: Miller, Gunn (Schottland)
Tore: 0:1 Zl. Vujovic (58.) 0:2 Ferreri (87.)  
BFC Dynamo Trainer: Bogs
Rudwaleit - Rohde - Ksienzyk, Köller - Fügner, B. Schulz, Ernst, Küttner - Doll, Pastor, Thom
Girondins Bordeaux  Trainer: Jacquet 
Dropsy - Pean - Thouvenell, Roche, Zoran Vujovic - Girard, Toure - Tigana, Bijotat - Fargeon, Zlatko Vujovic
 
HINSPIEL:
In der französischen Hafenstadt kann der BFC die 1.Halbzeit torlos gestalten. Doch Toure ist eine ständige Gefahrenquelle. “Alle Eckbälle, alle Freistöße auf Toure, der Mann scheint Sprungfedern in den Beinen zu haben, ” formulierte Jürgen Bogs seine Beobachtungen. Berlins Vorstopper legt den Finger auf die Wunde: ”Alles gut uns schön, aber wir hätten ein Tor schießen müssen und uns nicht nach zwei gespielten Ecken hereinlegen lassen dürfen. Zweimal geschlafen, nicht aufgepasst, das darf einem in solchem Spiel nicht passieren.” Das waren die entscheidenden Stationen: Das 0:1 beginnt mit einem Ballverlust im Mittelfeld. Ob sich Bijotat, der das Leder nach scharfem Zuspiel ins Tor abfälscht, im Abseits befand, sei dahingestellt. Beim 0:2 lässt sich Michael Schulz, der gegen den Ferreri auf verlorenem Posten stand, austricksen. Ernst greift nicht rettend ein, auch andere zögern. Ferreris Schlängellauf und Scharfschuss ins kurze Eck sind die Quittung. So muss Frank Rohde nach den 90 Minuten feststellen. “Es wird sehr schwer, das wieder aufzuholen. Aber wir wären schlechte Sportler, wenn wir es nicht versuchen würden. Noch ist nichts verloren.”
RÜCKSPIEL:
Bordeaux-Trainer Jacquet
lässt sich auf kein Risiko ein: “In Berlin auf Unentschieden zu spielen, das wäre ein Irrtum.” Seine Meinung war nicht unbegründet. In der 19. Minute taucht Fügner allein vor Dropsy auf, kann die Gelegenheit nicht nutzen. Zwei Minuten später setzt Bernd Schulz nach Rohdes Flanke seinen Kopfball an die Latte. In der 39.Minute hätte Doll nicht querspielen, sondern direkt auf das Tor schießen sollen. In der 57.Minute verwirkt Roche an Ernst einen Strafstoß, doch Rohde vergibt. Dropsy hält, auch Küttners Nachschuss. Chancen waren genügend vorhanden, aber alle wurden vergeben. Dagegen schließen Zlatko Vujovic und Ferreri zwei Konter perfekt zum 2:0 ab. Jacquet hatte den Tag in Berlin gefürchtet, muss aber zugeben: “Der Elfmeter war jedoch der Wendepunkt. Hätte Rohde ihn verwandelt, wären wir möglicherweise nicht in der zweiten Runde. Meine Mannschaft machte aber ein großes Spiel in puncto Ballbeherrschung und Technik.”