EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 Achtelfinale  1986/87

brondby logo Brondbyrnes Idraets Forening Kobenhavn
1964 gegründet als Brondby-Vest und Brondby-Ost fusionierten

 
Farben: Blau-Gelb
 Stadion: Brondby Stadion  22.600 Zuschauer

 

Meister:  1985
Teilnahme EC der Landesmeister:  1986/87
Achtelfinale 22.10.1986 in Kopenhagen
Bröndby IF Kopenhagen - Berliner FC Dynamo 2:1 (2:0)
Zuschauer: 5 401 im Bröndby-Stadion
Referee: Syme (Schottland)
Linesman: McGinley, Nyles (Schottland)
Tore: 1:0 M.Schulz (1.Eigentor) 2:0 Vilfort (15.) 2:1 Rohde (88.)
Bröndby IF Kopenhagen  Trainer: Skovdahl
Nörrevang - Olsen - Östergaard (59. Widel), Hansen, Madsen - Lisdorf, H. Jensen (77. R. Nielsen), J.Jensen, Steffensen - C. Nielsen, Vilfort
BFC Dynamo   Trainer: Bogs
Rudwaleit - Rohde - Ksienzyk, B. Schulz, Fügner - M. Schulz, Trieloff (67. Köller), Ernst, Backs - Doll, Pastor, Thom
Achtelfinale 06.11.1986 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Bröndby IF Kopenhagen 1:1 (1:1)
Zuschauer: 11 000 im Sportforum Hohenschönhausen
Referee: Germanakos (Griechenland)
Linesman: Perikos, Efstratios (Griechenland)
Tore: 0:1 Vilfort (7.) 1:1 Ernst (12.)  
BFC Dynamo   Trainer: Bogs
Rudwaleit - Rohde - Ksienzyk, B. Schulz, Fügner - M. Schulz, Trieloff (67. Köller), Ernst, Backs - Pastor, Doll
Bröndby IF Kopenhagen  Trainer: Skovdahl
Cramer - Östergaard, Olsen, Hansen, Madsen - Lisdorf (70. Widel), H.Jensen, J. Jensen, Steffensen - C. Nielsen, Vilfort
 

HINSPIEL:
Über Kopenhagen geht der Regen nieder, als der BFC bei Bröndby antritt. Der klitschige Rasen ist aber dennoch gut bespielbar. Die Dänen fahren zeitweise mit den Berlinern Karussell. C.Nielsen ist Wegbereiter der beiden Treffer. Zuerst nutzt er ein Mißverständnis zwischen Fügner und Ernst mit blitzschnellen Antritt, und Michael Schulz bugsiert in der 1.Minute(!) seinen Flachschuß in höchster Not ins eigene Netz. Beim 2:0 (15.) stiefelt er mit einem Paß aus der Tiefe allein auf Rudwaleit zu, der zuvor gegen Steffensen große Szenen hatte (8., 13.), spielt überlegt zum mitlaufenden Vilfort, der vor dem leeren Tor leichtes Spiel hat. Nach fünfzehn Minuten deutet sich für den DDR-Meister eine Katastrophe an. An dem Rückstand trägt der Meister schwer. In der 26. Minute geht der bis dahin einzige Torschuß von Ernst knapp am Pfosten vorbei. In den letzten dreißig Minuten zeigt der BFC echte Steigerungsraten. Libero Rohde ist es vergönnt, das 1:2 zu markieren (88.), als er in einer Flanke von Trieloff voll hineinlief. “Jetzt wird es in Berlin für uns sehr, sehr schwer. Der BFC erwies sich vor allem kämpferisch und in physischer Hinsicht von einem anderen Kaliber als die Budapester Honved-Elf,” gesteht Trainer Ebbe Skovdahl

RÜCKSPIEL:
Was unbedingt im Rückspiel vermieden werden soll, tritt dennoch ein - der BFC gerät in einen Rückstand. Vilfor zeiht mit einem Steilpaß des vorgestoßenen, dabei nicht entscheidend gestörten Hansen los und vollendet (7.). Ein bißchen Glück war dabei. Hansen schlug mit Trieloff preß, bekommt das Leder wieder vor die Brust und in den Lauf. Fünf Minuten später gelingt Ernst der Ausgleich. Die Berliner haben genügend Zeit, das Blatt noch zu wenden. Ernst (Direktschuß), Pastor, Ernst (Pfosten), Doll - sie alle haben genügend Möglichkeiten zu Torerfolgen. Pastor trifft später mit einem Kopfball die Latte, bei Schulzes Direktschuß geht Lisdorf K.o. Die Berliner bleiben unter ihren Möglichkeiten, die Begegnung endet 1:1. So muß Jürgen Bogs eingestehen: “ Wir haben uns das Ausscheiden selbst zuzuschreiben. Wir überzeugten nicht. Von der ersten Schaltpause konnten wir uns nicht vollkommen erholen. Das Leistungsgefälle war dafür viel zu groß.”