EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 1. Runde  1985/86

austria wien logo Fußball Klub Austria Wien
29.10.1910 gegründet als Wiener Cricketer 
(durch unzufriedene Mitglieder des Vienna Cricket-& FC Wien), 
seit 1977 als FK Austria Memphis Wien

 
Farben: Lila-Weiß 
 Stadion: Franz-Horr-Stadion 12 000 Zuschauer

Meister:   1924, 1926, 1949, 1950, 1953, 1961, 1962, 1963, 1969, 1970, 1978, 1979, 1980, 1981, 1984, 1985

Pokalsieger:   1921, 1924, 1925, 1926, 1933, 1935, 1936, 1948, 1949, 1960, 1962, 1963, 1967, 1971, 1980, 1982

Teilnahme EC der Landesmeister:  11 Teilnahmen (1961/62 - 1985/84)

Teilnahme EC der Pokalsieger:  1960/61, 1967/68, 1971/72, 1977/78, 1982/83

Teilnahme EC UEFA Cup:  1972/73, 1983/84

1. Runde 18.09.1985 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Austria Wien 0:2 (0:2)
Zuschauer: 21 000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: van Langenhove (Belgien)
Linesman: Goris, Goethals (Belgien)
Tore: 0:1 Ullrich (4. Eigentor) 0:2 Polster (12.)
BFC Dynamo   Trainer: Bogs
Rudwaleit - Rohde - Ksienzyk, Maek, Ullrich (17. Grether) - Trieloff, Schulz, Thom - Backs (72. Voß), Pastor, Ernst
Austria Wien   Trainer: Stessl
Wohlfahrt - Obermayer - Dihanich, Frind, Türmer - Mustedanagic, Nyilasi, Prohaska - Drabits (81. Drazan), Polster, Steinkogler
1. Runde 02.10.1985 in Wien
Austria Wien - Berliner FC Dynamo 2:1 (0:0)
Zuschauer: 9 500 im Hanappi-Stadion (Heimstätte von Rapid Wien)
Referee:Wurtz (Frankreich)
Linesman: Bourgeois, Schlenker (Frankreich)
Tore: 1:0 Nyilasi (60.) 2:0 Steinkogler (82.) 2:1 Schulz (90.)
Austria Wien   Trainer: Stessl
Wohlfahrt - Obermayer - Dihanich, Frind (77. Baumeister), Türmer - Mustadanagic, Nyilasi, Prohaska -
Drabits (81. Drazan), Polster, Steinkogler
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Ksienzyk, Schulz, Maek (71. Küttner) - Grether, Ernst, Thom, Backs - Pastor (53. Hirsch), Voß
 

HINSPIEL:
Bereits 20:12 Uhr leuchtet im Berliner Jahn-Sportpark ein 0:2 auf. Dabei hatte Bogs gesagt: ” Wir haben gegen die spielstarken Gäste etwas gutzumachen.” Das Spiel beginnt für den BFC katastrophal. Schon der erste Wiener Konter hat Folgen. Verteidiger Türmer flankt nach einem Freistoß, Ullrich startet dem Ball zu spät entgegen, wird von Nyilasi bedrängt und erwischt das Leder so unglücklich mit dem Kopf, dass er scharf ins eigene Netz fegt. In der 12. Minute legt der zweite Austria-Angriff die Schwächen der Berliner Abwehr noch deutlicher bloß. Einem Abwehrfehler von Schulz lässt Polster das 0:2 folgen. Damit waren die Würfel gefallen. Dabei hatte alles so gut begonnen. Als Ernst nach dem Anstoß Wohlfahrt zu weit vor seinem Tor stehen sieht, schlägt er einen Heber , der den Torwart zur Parade zwingt. Der folgende Eckball von Backs prallt an den Innenpfosten des langen Ecks. Es war noch keine Minute gespielt. Das Selbstvertrauen war restlos verloren, als Polsters Pressschlag mit Rohde zum geschilderten 0:2 unter die Latte sprang. Das Maß ist voll, als Wohlfahrt Ernst foult und dieser den Elfmeter nicht verwandeln kann. Zeitweise machen dann Prohaska und Nyilasi, was sie wollen. Bei den Berlinern rücken nur Thom und phasenweise Ernst spielerisch in den Blickpunkt.

RÜCKSPIEL:
Gute Kritiken bekommt der DDR-Meister beim Rückspiel im Wiener Hanappi-Stadion. Ungarns Verbandspräsident György Szepesi sah das Spiel so: “So schlecht, wie das mancher von euch gesehen haben will, war das meiner Ansicht nach nicht. Die Abwehr stand lange Zeit gut, die Mannschaft spielte solide, natürlich die Angriffswirksamkeit war recht bescheiden.” Herbert Prohaska sagte: “ Ich hatte gleich gesagt, dass es so einfach, wie es sich manche vorstellten, nicht wird. Diese Elf will erst besiegt sein. Ein ziemlich ausgewogenes Team, das nur mehr solche Spieler wie Thom, Ernst und Rudwaleit haben müsste.” Lange wehrten sich die Berliner, die in letzter Minute Libero Rohde ersetzen müssen. Doch nach dem Wechsel fallen die entscheidenden Tore. Vor dem 0:1 gehen Backs und Schulz zu ungestüm gegen den trickreichen Nyilasi vor, vor dem 0:2 verliert Backs den Ball und nach einem Flügellauf von Prohaska kann Steinkogler einen raffinierten Kopfball im kurzen Eck unterbringen. Rudwaleit parierte sechs Schüsse von Polster, Nyilasi und Drabits großartig, Prohaskas Kopfballverlängerung landet am Pfosten. Fast mit dem Schlusspfiff gelingt Schulz mit einem Volleyschuss der Ehrentreffer.