EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 1.Runde  1983/84

jeunesse esch logo Association Sportive la Jeunesse d’Esch
13.8.1907 gegründet als Jeunesse la Frontiere Esch, ab 1918 als AS la Jeunesse  ab 1940 als  Schwarz-Weiß 07 Esch, 1944 Rückbenennung AS la Jeunesse Esch

Farben: Schwarz-Weiß   
Stadion: Stade de la Frontiere   7 000 Zuschauer

Meister:  1921, 1937, 1951, 1954, 1958, 1959, 1960, 1963, 1967, 1968, 1970, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1980, 1983
Pokalsieger:  1935, 1937, 1946, 1954, 1973, 1974, 1976, 1981
Teilnahme EC der Landesmeister:  14 Teilnahmen (1958/59 - 1983/84)
Teilnahme EC der Pokalsieger:   1981/82
Teilnahme UEFA Cup:   1978/79
1. Runde  14.09.1983 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Jeunesse Esch  4:1 (2:1)
Zuschauer: 16 500 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Tuominen (Finnland)
Linesman: Orakangas, Sahlstroem (Finnland)
Tore: 0:1 Scuto (17.)  1:1 Götz (35.)  2:1 Schulz (39.)  3:1 Ernst (77.)  4:1 Netz (86.)
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Noack, Troppa, Ullrich - Terletzki, Rohde, Backs - Schulz, Ernst, Götz (65. Netz)
Jeunesse Esch  Trainer: Kremer
Rocques - Mond - Meunier, di Pentima, Chapelot, Koster - Hoscheid, Simon, Barboni, Scuto - Zwally
1. Runde  28.09.1983 in Esch
Jeunesse Esch - Berliner FC Dynamo  0:2 (0:1)
Zuschauer: 3 200 im Stade de La Frontiere
Referee: Crucke (Belgien)
Linesman: Deflem, Laenens (Belgien)
Tore: 0:1 Ullrich (34. Foulelfmeter)  0:2 Noack (50.)
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Rohde - Noack, Troppa, Ullrich - Terletzki, Schulz, Backs (64. Schlegel) - Götz (39. Rath), Ernst, Netz
Jeunesse Esch  Trainer: Kremer
Rocques - Rohmann - Chapelot, Mond, di Pentima, Koster - Simon (67. Scuto), Hoscheid, Barboni - Zwally,
Scheitler (84. Müller)
 
HINSPIEL:
Der BFC macht sich das Leben selbst schwer. Nach 17 Minuten scheint im Jahn-Sportpark alles auf dem Kopf zu stehen, denn die Luxemburger führen durch Scuto 1:0.  Bald darauf fängt auch der Himmel zu weinen an. Esch ist mit defensiven Absichten an die Spree gekommen, versteht es aber, gelegentlich zu kontern. Trainer Bogs muss eingestehen: “ Wir haben zur Zeit zu Hause Probleme, wenn wir gegen defensiv eingestellte Mannschaften das Spiel gestallten müssen.” Oft stehen alle elf Luxemburger im und am eigenen Strafraum, die Berliner lassen sich kaum etwas einfallen. Endlich dann die Wende innerhalb von fünf Minuten. Zwei weite Flanken von Rohde und Troppa führen durch Götz und Schulz zu herrlichen Kopfballtreffern. Nach dem Wechsel verstärken die Berliner das Tempo und gehen systemvoller zu Werke. Sofort zeigt Jeunesse Wirkung. Viermal landet der Ball an Pfosten und Latte, so bei einem Ernst-Kopfball und Götz-Nachschuss gleich zweimal hintereinander, bei einem Schuss von Netz (70.) und schließlich nach einer Terletzki-Ecke bei einem Rettungsversuch des Liberos Mond (75.). Dann schlägt es aber doch noch zweimal ein. Eine Eingabe von Noack setzt Ernst technisch gekonnt mit einem Seitenfallzieher aus 15 Metern in die Maschen (77.), dann schiebt Netz überlegt ein (86.). 29:3 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache.
RÜCKSPIEL:
Der Meister des Großherzogtums stellte seine taktische Marschroute mehr auf Offensive um, das jedenfalls konnte der Ankündigung der von Beggen bis Ettelbrück gefürchteten Doppelspitze Zwally-Scheitler entnommen werden. Doch es blieb eine Papieroffensive. Weder die Abwehrspieler noch die Mittelfeldakteure getrauten sich so recht in die BFC-Hälfte, so daß den beiden Angreifern nichts anderes übrigblieb, als sich allein den Ball zu schnappen und es auf eigene Faust zu versuchen. Doch damit konnten sie die sicher wirkende Abwehr des DDR-Meisters in keine Verlegenheit bringen. Ullrich und Troppa blockten ihre Gegenspieler schon kurz hinter der Mittellinie ab. Den Rest besorgte in umsichtiger Weise Libero Rohde, der für den leicht verletzten Trieloff diese Position gut ausfüllte. Die Berliner demonstrierten vom Anpfiff weg, wer auf der "Grenz" das Sagen hatte. An der Kombinationssicherheit, an den breit angelegten Aktionen, die Steigerung von Götz war dabei offensichtlich, gab es wenig auszusetzen, auch das Durchspielen im Solo, zumeist von Ernst gewählt, oder Duette (Backs, Noack) klappten, was aber vor dem Tor dann teilweise in die Luft und neben das Gehäuse gesetzt wurde, ging schon über die Hutschnur. "Erfreulich natürlich die Vielzahl der herausgespielten Chancen, doch kritikwürdig, wie sie vergeben wurden", urteilte Trainer Jürgen Bogs.
 
aus der FUWO und diversen Büchern
Netz, Backs

Backs enttäuscht

Netz und Backs, hier für den BFC stürmend

Backs enttäuscht über eine ausgelassene Chance