EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 1. Runde  1982/83

hsv logo Hamburger Sport-Verein
1.6.1889 gegründet als Hamburger FC 1888, ab 1914 als Hamburger SV 1888, 
1919 Fusion mit Germania Hamburg zum Hamburger SV

Farben: Blau-Weiß-Schwarz        
Stadion: Volksparkstadion  80 000 Zuschauer

Meister:  1922 (verzichtet), 1923, 1928, 1960, 1979, 1982
Pokalsieger:  1963, 1976

Ligapokal:  1973

EC  der Pokalsieger:  1977
Teilnahme EC der Landesmeister:  1960/61, 1979/80, 1982/83

Teilnahme EC der Pokalsieger: 1963/64, 1967/68, 1976/77, 1977/78

Teilnahme UEFA Cup: 1971/72, 1974/75, 1975/76, 1980/81, 1981/82
1. Runde  15.09.1982 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Hamburger SV  1:1 (1:1)
Zuschauer: 24 000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Keizer (Niederlande)
Linesman: Draaisma, Oetelmans (Niederlande)
Tore: 1:0 Riediger (17.)  1:1 Milewski (37.)   
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Troppa, Ullrich - Noack, Terletzki, Rhode, Backs - Riediger, Schulz, Netz (83. Ernst)
HSV  Trainer: Happel
Stein - Hieronymus - Kaltz, Jakobs, Wehmeyer - Groh, Hartwig, Rolff (67. von Heesen), Magath - Bastrup, Milewski
1. Runde  29.09.1982 in Hamburg
Hamburger SV - Berliner FC Dynamo  2:0 (1:0)
Zuschauer: 35 000 im Volksparkstadion
Referee: Hackett (England)
Linesman: Moulez, Leaver (England)
Tore: 1:0 Hartwig (33.)  2:0 Hrubesch (87.) 
HSV  Trainer: Happel
Stein - Hieronymus - Jakobs, Wehmeyer - Kaltz, von Heesen (65. Groh), Hartwig - Magath - Milewski, Bastrup, Hrubesch
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Noack, Troppa, Ullrich - Terletzki, Rohde, Backs, Ernst (65. Netz) - Schulz (78. Schlegel), Riediger
 
HINSPIEL:
Frank Rohde im ZweikampfFrank Rohde im Zweikampf mit Groh

Der BFC beginnt im heimischer Umgebung äußerst selbstbewusst. Unermüdlich rackert Backs, Rohde knüpft die Fäden und im Angriff strahlen besonders Riediger und Schulz Wirkung aus. Riediger setzt zunächst einen Schuss ans Außennetz (9.), dann an den Pfosten (12.) und schließlich zum 1:0 in die Maschen. Weitere Möglichkeiten schließen sich für Backs (20.) und Netz (24.). Erst dann kommen die Hamburger zu ihren ersten Entlastungsangriffen über Bastrup (25.) und Milewski (27.). Trainer Ernst Happel muss eingestehen: “ Bis dahin haben wir eine schwere Zeit gehabt, standen wir stark unter Druck.” Der Respekt der Hanseaten ist unverkennbar. Das ändert sich schlagartig nach dem Ausgleichstreffer. Ullrich reagiert beim Bau einer Abseitsfalle nicht schnell genug, so dass Milewski völlig freie Bahn hat und durchlaufen kann. Zwar bieten sich Netz (43.) und Riediger (44.) Einschussmöglichkeiten, hat Troppa die größte Chance zum 2:1, als er mit einem herrlichen Sturmlauf in den Strafraum eindringt, aber mit dem Schuss zögert, sich nach rechts abdrängen lässt und das Leder am entlegenen Pfosten vorbeizieht (47.). “Jetzt war die Lockerheit weg , die Angst zu spüren, zu verlieren - ein Ausdruck der vorangegangenen EC-Heimniederlagen,” so Trainer Achim Hall. In der 67. Minute bringt Happel mit der Einwechslung von Heesens einen dritten Stürmer. Von Heesen mit einem Kopfball aus Nahdistanz (87.) und Groh mit zwei kapitalen Schüssen (88., 89.) stellten Rudwaleit auf die Probe.
RÜCKSPIEL:
Das Interesse an der Alster hält sich in Grenzen, denn “nur” 35 000 sind beim Rückspiel zugegen. Nach dem Spiel fasst sich Ernst Happel zur Pressekonferenz kurz: “ Wir haben 2:0 gewonnen, meine Mannschaft, die voll auf Angriff programmiert war, hat ihr Bestes über 90 Minuten gegeben. Insgesamt war es aus meiner Sicht ein sehr unterhaltsames und schnelles Spiel.” Die Berliner Taktik geht in der 1.Halbzeit überhaupt nicht auf. Das Problem war mit den Vorstößen von Außenverteidiger Kaltz verbunden. Der Auswahlspieler nutzt die ihm angebotenen Räume auf dem rechten Flügel zu pausenlosen Sturmläufen mit anschließenden Flanken in Richtung Mittelstürmer Hrubesch. Torhüter Rudwaleit ist es zu verdanken, dass die Begegnung bis zur 87. Minute offengehalten werden kann. In der 52.Minute rettet Rudwaleit gegen den allein vor ihm auftauchenden Hartwig. Vier Minuten später läuft Magath am rechten Flügel durch, Hrubesch sprintet in die Eingabe, verpasst aber um Sekundenbruchteile. Und in der 61.Minute ist Kaltz wieder einmal am Flügel durchgebrochen, seine Eingabe wuchtet Hrubesch auf das Tor, doch ist Rudwaleit einmal mehr zur Stelle.