EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 Qualifikation  1981/82

AS St. Etienne logo Association Sportive de Saint Etienne
1920 gegründet als AS Casino Saint Etienne 

Farben: Grün-Weiß       
Stadion: Stade Geoffroy-Guichard  48 300 Zuschauer

Meister:  1957, 1964, 1967, 1968, 1969, 1970, 1974, 1975, 1976, 1981
Pokalsieger:  1962, 1968, 1970, 1974, 1975, 1977

Supercup:  1957, 1962, 1967, 1968, 1969, 1970

Teilnahme EC der Landesmeister:  10 Teilnahmen (1957/58 - 1981/82)

Teilnahme EC der Pokalsieger: 1962/63, 1977/78

Teilnahme UEFA Cup: 1971/72, 1979/80, 1980/81
Qualifikation  26.08.1981 in St. Etienne
AS St. Etienne - Berliner FC Dynamo  1:1 (0:1)
Zuschauer: 20 000 im Stadion Geoffroy Guichard
Referee: White (England)
Linesman: Cunninghan, Heath (England)
Tore: 0:1 Lopez (25. Eigentor)  1:1 Lopez (75.)   
St. Etienne  Trainer: Herbin
Castaneda - Lopez - Battiston, Millot, Janvion - Primard, Larios, Zanon - Rep, Platini, Nogues
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Noack, Troppa, Ullrich - Terletzki, Brillat (88. Götz), Jüngling (64. Sträßer) - Riediger, Schulz, Netz
Qualifikation  02.09.1981 in Berlin
Berliner FC Dynamo - AS St. Etienne  2:0 (1:0)
Zuschauer: 25 000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Frederiksson (Schweden)
Linesman: Johannsson, Drottz (Schweden)
Tore: 1:0 Netz (39.)  2:0 Riediger (83.)   
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Noack, Troppa, Ullrich - Terletzki, Brillat (88. Ernst), Sträßer - Riediger, Schulz (85. Götz), Netz
St. Etienne  Trainer: Herbin
Castaneda - Lopez - Battiston,
Millot (62. Feldverweis), Janvion - Zanon, Larios, Primard (46. Nielsen) - Rep, Platini, Nogues
 
HINSPIEL:
Gegen den französischen Meister AS St. Etienne müssen sich die Berliner erst für den laufenden Wettbewerb qualifizieren. Das gelingt in überzeugender Weise. Etiennes Mittelfeldspieler Zanon zum Ziel der Franzosen: “Wahnsinniger Drang zu spielen und zu gewinnen.” Der BFC verhindert das im Stadion Geoffroy Guichard mit einer leidenschaftlichen kämpferischen Leistung, mit klug umgesetzter Kontertaktik und einer Verengung des Spielraumes der brillanten Technik von Battiston bis Platini. Die “Grünen” brennen ein Feuerwerk an stürmischen, verwirrenden Angriffsattacken ab. Platini im Sturmzentrum knüpft die Fäden, “ Und von hinten kamen Wechsel, oft gleichzeitig, fast alle,” so Nobert Trieloff. Das Abwehrverhalten der Berliner ist schlechthin vorbildlich. Nach dem Wechsel wird das Spiel bis zum 1:1 förmlich zum Powerplay, aber der überragende Torhüter Bodo Rudwaleit wächst über sich hinaus.  
Der Figaro
bekennt: Es sind Spieler, den es gelungen ist, den französischen Meister auf eigenem Terrain in Schach zu halten.
RÜCKSPIEL:
Im zweiten Teil sichert sich der DDR-Meister das Weiterkommen. Rudwaleit zeigt gekonnte Paraden. Auf ihn kann die Abwehr bauen. Trieloff, Noack, Troppa und Ullrich bilden ein nahezu unüberwindliches Bollwerk. Doch sie leisten auch einiges für die Angriffsunterstützung. Im Mittelfeld führt Terletzki Regie, wie schon lange nicht. Er scheut die längsten Wege nicht. Seine Leistung krönt er mit einem sehenswerten Pass auf Riediger, der seinen Schatten Janvion abschütteln kann und das spielentscheidende 2:0 markiert. Zuvor hatte Netz mit seinem 10. EC-Tor die Führung besorgt. Der 30jährige bewies, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. “Ich glaube, ich bin seit den Olympischen Spielen noch selbstbewusster, lockerer geworden, traue mir mehr als früher zu.” Als Riediger Lopez bedrängt, der den Ball nicht richtig wegbekam, fackelt er nicht lange und jagt die Kugel aus 18 Meter flach in die linke Ecke. Danach zeigte sich der zehnmalige französische Landesmeister sichtlich beeindruckt. Trainer Robert Herbin muss konsterniert eingestehen: “Wenn man die gesamten 180 Minuten betrachtet, dann hatten wir zwar die besseren Chancen, aber die Berliner haben sie eben entschlossener genutzt.” Die Erfolglosigkeit ging derart an die Nerven, dass der 19 jährige Vorstopper Millot nach zahlreichen vorangegangenen Attacken völlig ausflippte, im Rücken des Schiedsrichters seinen Gegenspieler Schulz  von hinten in die Beine trat und des Feldes verwiesen wurde (62.)