EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 Achtelfinale  1981/82

Aston Villa Football Club
1872 gegründet als Birmingham Cricket and Football-Club, 
ab 1874 als Aston Villa FC

Farben: Bordeauxrot-Himmelblau       
Stadion: Villa Park  39 339 Zuschauer

Meister:  1894, 1896, 1897, 1899, 1900, 1910, 1981
Pokalsieger:  1887, 1895, 1897, 1905, 1913, 1920, 1957

Ligapokal:  1961, 1975, 1977

Charity Shield:  1981

  ist der älteste Preis seit 1908 vergeben -vergleichbar mit Supercup

Teilnahme EC der Landesmeister: 1981/82
Teilnahme UEFA Cup: 1975/76, 1977/78
Achtelfinale  21.10.1981 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Aston Villa FC  1:2 (0:1)
Zuschauer: 28 000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Wöhrer (Österreich)
Linesman: Bogendorfer, Benedek (Österreich)
Tore: 0:1 Morley (5.)  1:1 Riediger (50.)  1:2 Morley (85.)  
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Ullrich, Troppa - Noack, Ernst, Terletzki, Sträßer (78. Jüngling) - Riediger, Schulz, Netz
Aston Villa  Trainer: Saunders
Rimmer - Wiliams (68. Linton), Evans, Ormsby, Gibson - Bremner, Mortimer, Cowans, Morley - White, Shaw
Achtelfinale  04..11.1981 in Birmingham
Aston Villa FC - Berliner FC Dynamo  0:1 (0:1)
Zuschauer: 30 000 im Villa Park
Referee: Keizer (Niederlande)
Linesman: Bosman, Draaisma (Niederlande)
Tore: 0:1 Terletzki (15.)  
Aston Villa  Trainer: Saunders
Rimmer - Swain - Evans, Williams, Gibson - Bremner, Mortimer, Cowans - Shaw, White, Morley
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Schlegel, Troppa, Ullrich - Terletzki, Ernst, Backs - Riediger, Schulz (63. Sträßer), Netz
 
HINSPIEL:
Im Berliner Jahn-Sportpark ist Schiedsrichter Wöhrer aus Österreich der unglücklichste Mann auf dem Platz. Er übersieht eine klare Abseitsstellung der Briten, die gleich nach Beginn zum 0:1 führt. Wöhrer zu dieser Situation: “ Ich bin richtig verzweifelt. Das war nicht nur ein Schönheitsfehler.” In der 5. Minute hebt der Linienrichter bei Bremners Flanke die Fahne, weil Shaw klar im Abseits steht. Franz Wöhrer übersieht das Zeichen, den abgeprallten Ball kann Morley zur schnellen Führung nutzen. Doch der Rückstand schockt den BFC nicht. Was er danach bietet, darf zu dem Besten gezählt werden, was er in allen bisherigen EC-Spielen bot. Kämpferisch-engagiert und bis zum gegnerischen Strafraum entschlossen handelnd, finden die Berliner zu spielerischer Lockerheit, gewinnen eine Vielzahl an Duellen und spielerischer Sicherheit. Klare Feldvorteile aber werden nicht in Tore umgemünzt. Noack, Trieloff, Riediger, Sträßer und Ernst haben klare Chancen, die vergeben werden. Sträßers Kopfball landet am Pfosten (44.), Ullrich setzt einen Foulelfmeter ebenfalls an den Pfosten und kann auch den Nachschuss nicht im Netz unterbringen (81.). Riedigers Ausgleich nach 50 Minuten bleibt bei 20:4 Torschüssen die einzige Ausbeute. Zu allem Überfluss gelingt Morley in der 85. Minute sogar der Siegtreffer.
RÜCKSPIEL:
Villa ParkFast wäre dem DDR-Meister im Villa Ground die Sensation gelungen. Die Berliner haben einen Auftagt nach Maß. Bereits den dritten zügigen Angriff nutzt Terletzki, von Riediger und Schulz freigespielt, mit wuchtigem Direktschuss zum 1:0. Und Villa gelingt kein Tor. Dafür muss Torhüter Jimmy Rimmer sein ganzes Können aufbieten, um vier Minuten vor dem Ende Riedigers Schuss zu parieren. Das Spiel ist von hohem Tempo, Leidenschaft, spielerischer Klasse und großer Fairness gekennzeichnet. Der BFC bietet dem englischen Titelträger nicht nur Paroli, sondern stand mehrfach vor dem erlösenden 2:0. “ Bei uns schlich förmlich die Nervosität durch die Reihen, außerdem teilten sich die Berliner ihre Kräfte besser ein. Sie hatten am Ende, als es noch sehr kritisch für uns wurde, mehr zum Zusetzen”, bekannte Kapitän Dennis Mortimer. So auch in der 76. Minute. Riediger hat sich von zwei Gegnern befreit, bekomm den Ball auch an Rimmer vorbei, aber dann steht der Pfosten im Wege. Evans schlägt den auf der Linie tanzenden Ball ins Feld zurück. Jürgen Bogs bekennt erfreut. “Die Mannschaft glaubte felsenfest an ihre Chance. Darin vor allem lag ihre Stärke, die sich in Selbstbewusstsein, Nervenkraft, taktischer Reife, Spielgeschick uns Abwehrsicherheit niederschlug.”