EC der Landesmeister - weitere Begegnungen hier:

 1. Runde  1979/80

chorzow logo Klub Sportowy Ruch Chorzow
1920 gegründet als KS Wielki Hajduki Chorzow, später fusionierte der Club mit anderen Vereinen, wurde öfters aufgelöst und neugegründet, 
ab 1955 KS Ruch Chorzow    

Farben: Blau-Weiss      
Stadion: Ruch-Stadion  40.000 Zuschauer

Meister: 1933 - 1936, 1938, 1960, 1968, 1974, 1975, 1979
Pokalsieger:  1974
Teilnahme EC der Landesmeister: 1968/69, 1974/75, 1975/76, 1979/80
Teilnahme UEFA Cup: 1972/73, 1973/74
1. Runde  19.09.1979 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Ruch Chorzow  4:1 (3:0)
Zuschauer: 30 000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Matejew (Bulgarien))
Linesman: Parmakaw, Raduntschew (Bulgarien))
Tore: 1:0 Netz (3.)  2:0 Pelka (18.)  3:0 Riediger (27.)  4:0 Pelka (79.)  4:1 Wycsislik (87.)  
BFC Dynamo Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Noack, Troppa, Ullrich - Sträßer (62. B. Schulz), Terletzki, Brillat - Riediger, Pelka (80. Lauck), Netz
Ruch Chorzow  Trainer: Jezierski
Bolesta - Piechaczek - Malcher, Jakubczik, Drzewicki - Losena, Walot (46. Mikulski), Wira - Malnowicz (75. Wycislik), Benegier, Buncol
1. Runde  03.10.1979 in Chorzow
Ruch Chorzow - Berliner FC Dynamo  0:0
Zuschauer: 10 000 im Ruch-Stadion
Referee: Sergeienko (UdSSR)
Linesman: Liparow, Temetjew (UdSSR)
Tore: Fehlanzeige    
Ruch Chorzow  Trainer: Jezierski
Bolesta - Piechaczek - Malcher, Jakubczyk, Walot - Lorens, Buncol - Malnowicz, Mikulski, Kajris,
Benigier (60. Grzybowski)
BFC Dynamo  Trainer: Bogs
Rudwaleit - Trieloff - Ullrich, Troppa, Noack - Sträßer, Terletzki, Brillat - Riediger, Pelka, Netz
 
HINSPIEL:
Im Jahn-Sportpark sehen 30 000 Zuschauer den 90 Minuten gegen Ruch Chorzow entgegen. Sie vertrauen auf Netz, der bisher sieben der 28 Berliner Cup-Tore erzielt hat. Bereits nach drei Minuten jagt er eine gefühlvolle Sträßer-Eingabe von der rechten Seite aus der Drehung hoch ins Netz. Einen besseren Auftakt konnten sich die Berliner nicht wünschen. Die frühe Führung machte den DDR-Meister selbstsicherer. Die Ruch-Abwehr wird immer wieder über die Flügel unter Druck gesetzt, wobei die Aktionen so variabel angesetzt waren, dass Rechtsaußen Noack gleich zu Beginn auch einmal aus der Linksaußenposition flankt. Diesem Powerplay konnte Polens Meister auf die Dauer nicht widerstehen. Nach herrlicher Vorarbeit von Riediger und Noack am Rechten Flügel (18.) erzielt Pelka das 2:0. Eine tolle Einzelleistung Riedigers führt zum 3:0, der nach einer Terletzki-Flanke eiskalt die Ruhe bewahrt, sich dreht, die Ecke aussucht und überlegt vollendet. Terletzki hat das 4:0 auf dem Fuß. Nach einem Foul an dem einmal mehr drangvoll in den Strafraum vorgestoßenen Noack scheitert er vom Elfmeterpunkt aus an Schlussmann Bolesta, der den Ball reaktionsschnell aus der linken Ecke holt (35.). Enttäuschung bei den Schützen: ”Gestern im Training habe ich zwanzig Elfmeter hintereinander eingehauen.”  In der 79.Minute zieht Riediger am linken Flügel unwiderstehlich davon, serviert Pelka maßgerecht den Ball, der auf 4:0 erhöht. Drei Minuten vor dem Abpfiff kann Wycislik nach einem krassen Fehler von Schulz den Endstand herstellen.
RÜCKSPIEL:
Vor dem Rückspiel gesteht die Zeitung Trybuna Robotnicza: - Ruch resigniert nicht. Ruch startet, angetrieben von Mikulski und Malnowisz,  unerhört druckvoll, muss aber schon in dieser Phase erfahren, dass die Abwehr der Berliner mit vollster Konzentration zu Werke geht. In den ersten 25 Minuten entstehen einige gefährliche Situationen. Torwart Rudwaleit lässt vor einen Abschlag den Ball aus den Händen und Trieloff rettet vor dem ebenso erstaunten Mikulski zur Ecke. Malnowicz und Mikulski schießen gefährlich auf das Berliner Tor, doch der 1,98m-Riese Rudwaleit rettet.  Dann schießt Mikulski an den linken Pfosten, Buncol und Kajris treffen nur die Latte. Der BFC lässt sich auf kein Risiko ein, stellt die insgesamt homogenere, bessere Elf. Das 0:0 war der verdiente Lohn.