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Knattspyrnufelagio Valur Reykjavik
Valur = Falke
1911 gegründet als Iprottaflokkur KFUM Reykjavik, später Valur Reykjavik
Farben: Rot - Weiss
Stadion: Laugardalsvöllur 18.000 Zuschauer
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Meister: 1930, 1933, 1935 - 1938, 1940, 1942 - 1945, 1956, 1966, 1967, 1976, 1978, 1980, 1985, 1987
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Pokalsieger: 1974, 1976, 1977, 1988
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Teilnahme EC der Landesmeister: 7 Teilnahmen (1967/68 - 1988/89)
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Teilnahme EC der Pokalsieger: 4 Teilnahmen (1966/67 - 1989/90)
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Teilnahme UEFA Cup: 1974/75, 1985/86, 1987/88
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1. Runde 13.09.1989 in Reykjavik
Valur Reykjavik - Berliner FC Dynamo 1:2 (1:0)
Zuschauer: 1.000 im Laugardalsvöllur-Stadion
Referee: Purcel (Irland)
Linesman: Kelly, O'Sullivan (Irland)
Tore: 1:0 Askelsson (36.) 1:1 Bonan (70.) 1:2 Thom (75.)
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Valur Reykjavik Trainer: Thorbjörnsson
Sigurdsson - Thrainsson - S. Jonsson, Petursson, Tomasson - Askelsson, Baldursson, I.Gudmundsson, Adolfsson - L. Gudmundsson (75. Kristjansson), Bragason
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BFC Dynamo Trainer: Jäschke
Rudwaleit - Reich - Ksienzyk, Herzog, Schulz, Köller - Fügner (60. Küttner), Ernst, Bonan - Doll, Thom |
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1. Runde 03.10.1989 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Valur Reykjavik 2:1 (1:0)
Zuschauer: 9.500 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Damgaard (Dänemark)
Linesman: Jacobsen, Hust (Dänemark)
Tore: 1:0 Ernst (23.) 1:1 Kristjansson (51.) 2:1 Lenz (83.)
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BFC Dynamo Trainer: Jäschke Rudwaleit - F. Rohde - Ksienzyk, Reich, Herzog, Köller (37. Lenz) - Doll, Bonan, Ernst, Thom -
Anders (77. Küttner) |
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Valur Reykjavik Trainer: Thorbjörnsson Sigurdsson - Thrainsson - S. Jonsson, Tomasson - Baldursson, Adolfsson, Askelsson - Petursson,
I. Gudmundsson - L. Gudmundsson (84. Bogasson), Kristjansson |
Hinspiel: Vor der ersten Spiel im Langerdalvöllur -Stadion warnt das Morgenbladid: Vorsicht Valur! Der Klasse-Stürmer (Andreas Thom) schoss in den letzten vier Länderspielen gegen Island von insgesamt 13 Toren allein deren sechs!
Valurs neuer Trainer Gundumur Thorbjörnsson kennt die Schnelligkeit der Thom und Doll und stellt seine Mannschaft auf eine Defensivhaltung ein. Nach vorn suchen die Isländer ihr Heil in schnellen, unkomplizierten Aktionen. Auf dieser Taktik basierte das Spiel der Platzherren, die ihr Heil nach vorn in schnellen, unkomplizierten Zügen suchten. Und Erfolg damit hatten! Nach Vorarbeit von Bragason am linken Flügel köpft der in der Mitte freistehende Askelsson dessen Eingabe unerreichbar für Rudwaleit in die rechte Ecke. “Damit nutzten wir unsere erste, aber leider auch einzige Chance. Und auf Dauer, da uns die Kräfte schwanden, hielten wir auch unser Konzept nicht durch. Dadurch wurde der Weg frei für Thom.” Nur Thom erzielt mit energischen Abtritten anfangs Wirkung. Er besaß nach einem Solo auch die einzigen Möglichkeiten vor der Pause. Erstaunlich jedoch, welche Anlaufprobleme der BFC hatte, der nach 18jähriger Pause erstmals wieder seine Visitenkarte im Cup der Pokalsieger abgab. Dabei bezog sich das weniger auf die Abwehr, die letztlich dem Kontrahenten nur eine Chance, nach der Pause gar nur einen Torschuß (!) gestattete.
“Zur Halbzeit musste ich etwas lauter werden, aber es half”, verriet Helmut Jäschke. Nun präsentiert sich der BFC als homogene Einheit, gewinnt an Ballsicherheit und Kompaktheit. Dabei erwies sich die Hereinnahme von Küttner als Gewinn, der allerdings nach Paß von Ernst (66.) allein durchlaufend das Leder auch nicht am Valur-Schlußmann vorbeibekam. Famos der Ausgleichstreffer von Heiko Bonan, diesmal der Laufstärkste und Wirkungsvollste im Mittelfeld. Doll-Ksienzyk leisteten rechts die Vorarbeit, "ich lief und sprang in den Ball hinein, die Isländer blieben stehen", kommentierte aufgeräumt der Schütze seinen Kopfballtreffer, in seinem zweiten
EC-Spiel! Und dann kam der Auftritt von Thom, der erneut gegen die Isländer "sein" Tor schoß. Nach kurzem Drippling zieht er wuchtig aus 20 Meter ab und erwischt Sigurdsson, da das Leder noch leicht abgefälscht wird, auf dem falschen Fuß. |
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Rückspiel: Wenn eine DDR-Vertretung im Europapokal, und sei es die erste Runde, zweimal den Platz als Sieger verläßt, dann sollte dies eigentlich der Anlaß sein, sich ausgiebig zu freuen. Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hielt sich die Begeisterung ob des Erfolges des Gastgebers in bescheidenen Grenzen, und es ist sicherlich angebracht, darüber ein paar Worte zu verlieren. Zum einen war dies für den BFC eine Chance, nach den bisher wenig mitreißenden Punktspielen seine Stammzuschauer wieder hinter sich zu bringen. Sie wurde ausgelassen. Zum zweiten: in den Reihen der Weinroten steht eine ganze Reihe von Auswahlspielern, die sich in einem solchen internationalen Vergleich eigentlich den Schwung holen müßten, mit dem sie dann die Aufgaben in der WM-Qualifikation gegen die UdSSR angehen. Vielleicht sind dies aber auch Gedankengänge, die zu weit hergeholt sind. Die Beobachter der Szenerie wurde jedenfalls den Eindruck nicht los, daß mit dieser phasenweise "blutarmen" Partie eine Menge Kredit vergeben wurde.
Valur, dies muß man sich doch vor Augen halten, ist bei allen kämpferischen Qualitäten letztlich eine Mannschaft, die nicht einmal europäisches Mittelmaß verkörpert. Um ein Detail zu nennen - die einzige taktische Variante der Gäste, eine Variante war so gesehen also gar nicht, bestand darin, das Leder dem Rechtsverteidiger Saevar Jonsson zuzuspielen. Der Auswahlkapitän, von hünenhafter Gestalt, schlug dann mit Urgewalt gegen den ball, der danach 50, 60 Meter weiter mit Sicherheit auf einen BFC-Kopf fiel. Die beiden Spitzen, Laurus Gudmundsson und Kristjansson, waren zwar pausenlos unterwegs, den Ball erhielten sie aus oben angeführtem Grund nur höchst selten. Hausbacken auch das Abwehrverhalten Valurs, zumal die BFC-Akteure ihren Kontrahenten in der Beweglichkeit, in der Grundschnelligkeit deutlich überlegen waren. Tut sich die Frage auf, warum die Berliner im ersten Durchgang lediglich mit einer Spitze antraten (Anders), der noch dazu ein Mann ist, dessen technische Probleme unübersehbar sind. Klarer ausgedrückt, er war an diesem Abend nicht in der Lage, das Leder einmal zu halten, zu warten, bis Doll und Thom nachgerückt waren. Was blieb, war ein leicht hektisch wirkendes Auf und Ab, der Gastgeber fand im Grunde genommen niemals seinen Rhythmus. Es spricht für BFC-Trainer Helmut Jäschke, daß er diesen Schwachpunkt nicht nur erkannte (er korrigierte ihn, indem er nach dem Wechsel Thom und Doll nach vorn zog), er gab diesen Fehlgriff in die Taktik-Kiste auch zu. Spätestens an dieser Stelle aber sind wir wieder beim bevorstehenden WM-Qualifikationsspiel.
Doll und Thom sind aufgrund ihrer technischen Fertigkeiten Spieler, die man ja bekanntlich mit der Lupe suchen muß, jedenfalls in unseren Breiten, die im gegnerischen Strafraum auf engstem Raum etwas "losmachen" können. Da wo sie in langen Phasen am vergangenen Mittwoch spielten, bleiben sie weitgehend ungefährlich. Zudem Ernst und Bonan, die "gelernten" Mittelfeldspieler, wurden durch diesen taktischen Kunstgriff offenbar so verunsichert, daß beide erheblich unter Bestform blieben. Bonan war eigentlich gar nicht zu sehen. Dies zu beschreiben, heißt nun nicht, etwa zu verkennen, daß der BFC dennoch die überlegene Mannschaft war, sich Chancen erspielte, die normalerweise für zwei Spiele reichen. Bezeichnend, daß Lenz ob seines sieben Minuten vor ultimo erzielten Treffers von seinen Mitspielern stürmisch gedrückt wurde.
Spielberichte aus der FUWO |
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