Viertelfinale  1971/72

LOGO Atvidabergs Fotballsförening
 1907 gegründet als Atvidabergs FF  

 Farben: Blau - Weiss
 Stadion: Kopparvallen 8.000 Zuschauer
Meister:  -
Pokalsieger:   1970, 1971
Teilnahme EC der Pokalsieger:   1970/71, 1971/72

Viertelfinale 08.03.1972 in Stockholm
Atvidabergs FF - Berliner FC Dynamo 0:2 (0:1)
Zuschauer: 5.000 im Rasunda-Stadion
Referee: Francescon (Italien)
Linesman: Picassop, Laurenti (Italien)
Tore: 0:1 Netz (36.) 0:2 Netz (58.)

Atvidaberg FF   Trainer: Larsson
Blomberg - S. Andersson - Olsson, Karlsson, C. Gustavsson - L.G. Andersson, Edström,
Torstensson (53. Magnusson) - Bo Augustsson, Sandberg, Wallinder
BFC Dynamo  Trainer: Geitel
Lihsa - Carow - Stumpf, Trümpler, Hübner - Terletzki, P. Rohde, Schütze, Johannsen (66. Labes),
Netz, Schulenberg

Viertelfinale 22.03.1972 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Atvidabergs FF 2:2 (2:2)
Zuschauer: 30.000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Davidson (Schottland)
Linesman: McNaull, Bannermann (Schottland)
Tore: 1:0 Schulenberg (11.) 1:1 Wallinder (29.) 1:2 Sandberg (31.) 2:2 Netz (38.)

BFC Dynamo  Trainer: Geitel
Lihsa - Carow - Stumpf, Trümpler, Hübner - P. Rohde, Schütze, Terletzki - Johannsen, Netz, Schulenberg
Atvidaberg FF   Trainer: Larsson
Blomberg - L.G. Andersson - Olsson, Karlsson, C. Gustavsson - Bo Augustsson, Thorstensson, Wallinder - 
Magnusson (74. L. Andersson). Sandberg, Edström
 
Olympisch Stadion “Het Kiel”Die Schweden haben sich im Achtelfinale gegen Chelsea London durchgesetzt und empfangen nun unseren BFC Dynamo aufgrund der winterlichen Verhältnisse im Stockholmer Rasunda-Stadion. Mannschaftsleiter Konrad Dorner versichert: “Im Feld der letzten Acht werden wir unsere Chance konsequent wahrnehmen.” Aus Atvidaberg schallt es zurück: “Meta Antennen zog unser Traumlos.”
In Stockholm hat Torwart Lihsa einen geruhsamen Nachmittag. Dynamos Abwehr war für Atvidaberg zu schnell., im Stellungsspiel deutlich überlegen. Im gesamten Spiel kommen zwei Schüsse von Bo Augustsson auf das Berliner Tor. Das Torschussverhältnis geht mit 13:2 eindeutig an Dynamo. Berlin besaß die bessere Physis, hatte Schnelligkeitsvorteile, Vorteile in den Zweikämpfen und der Schussgenauigkeit, im zielstrebigen Übergang von der Abwehr zum Angriff. Stopper Jochen Carow lächelte:
“Cardiff und Beerschot stürmten weitaus gekonnter. Da Atvidaberg allein mit hohen Eingaben operierte, hatten wir leichtes Spiel.”
So waren für das Rückspiel die Fronten eigentlich schon geklärt. Doch in Berlin stellt sich eine andere schwedische Mannschaft vor. Nach elf Minuten erzielt zunächst Schulenberg das 1:0. Atvidaberg hält dagegen, ist spielerisch und konditionell gleich stark. Wallinder und Sandberg erzielen innerhalb von drei Minuten die Führung der Schweden, doch Mittelstürmer Netz gleicht mit einem Direktschuss aus. Das 2:2 in der 38. Minute war zugleich der Endstand. Das der BFC die weitaus besseren Chancen im Spiel besaß, kann man an den Worten des Schlussmannes Blomberg entnehmen: “Ich konnte mich bei Andersson und Olsson bedanken, dass sie Schulenbergs Abfälscher und Rohdes Kopfball von der Linie schlugen, als ich schon überwunden war.”  
30 000 waren von den erregenden, dramatischen neunzig Minuten begeistert und spendeten beiden Teams herzlich Beifall. Die Berliner stehen im Halbfinale, eine Leistung, die man der Mannschaft nie und nimmer zugetraut hatte.