1. Runde  1976/77

LOGO Schachtjor Donezk Schachtjor = Bergarbeiter
 1936 gegründet als Stachanowetz Stalino, 1947 Schachtjor Stalino 
 ab 1961 Schachtjor Donezk

 Farben: Orange - Schwarz
 Stadion: Schachtjor 43 000 Zuschauer

Meister:   -

Pokalsieger:   1961, 1962

Teilnahme UEFA Cup:   1976/77

1. Runde 15.09.1976 in Donezk
Schachtjor Donezk - Berliner FC Dynamo 3:0 (1:0)
Zuschauer: 26.000 im Schachtjor Stadion
Referee: Parmakow (Bulgarien)
Linesman: Dermendschiew, Jelabow (Bulgarien)
Tore: 1:0 Rogowski (3.) 2:0 Sokolowski (75.) 3:0 Staruchin (80.)

Schachtjor Donezk  Trainer: Salkow
Degtjarow - Gorbunow - Jaremtschuk, Kondratow, Pjanich - Dudinski (63. Wasin), Sokolowski, Schewljuk - Rogowski, Staruchin, Safonow (74. Latysch)

BFC Dynamo  Trainer: Nippert
Schwerdtner - Jonelat - Wroblewski, Eigendorf, Noack - Terletzki, Lauck, Trieloff - Riediger, Schütze (70. Jüngling), Schulenberg (56. Netz)

1. Runde 29.09.1976 in Berlin
Berliner FC Dynamo - Schachtjor Donezk 1:1 (1:1)
Zuschauer: 15.000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Referee: Wright (Nordirland)
Linesman: Moflatt, Poucher (Nordirland)
Tore: 1:0 Noack (11.) 1:1 Rogowski (16.)  

BFC Dynamo  Trainer: Nippert
Creydt - Jonelat - Noack, Eigendorf, Wroblewski - Terletzki, Lauck, Jüngling - Riediger (73. Labes), Schütze, Netz (62. Trieloff)

Schachtjor Donezk  Trainer: Salkow
Degtjarow - Gorbunow - Jaremtschuk, Kondratow, Pjanich - Sokolowski, Schewljuk, Dudinski (67. Rudakow) - 
Rogowski (72. Resnik), Staruchin, Safonow

 

Schon nach drei Minuten steht es 0:1: Ein Freistoß des Rechtsverteidigers Jarentschuk verwandelt   der pfeilschnelle Rogowski mit dem Kopf. Außer Trieloff und Torwart Schwerdtner erreicht keiner Normalform. Individuelle Fehler in Masse lassen die Gefahr weiterer Gegentreffer keimen. Nach einer blitzschnellen Freistoßausführung zieht Sokolowski an drei Berlinern vorbei. Er umspielt auch noch den nicht resolut handelnden Jonelat und schießt zum 2:0 ein. In der 80 Minute kommt Staruchin völlig freistehend in Ballbesitz und kann sich die Ecke zum 3:0 aussuchen. Donezk zeigte Angriffsfußball bester Güte. Berlins Trainer Harry Nippert war Realist genug, um festzustellen: “Das 3:0 ist für Donezk fast schon ein voller Erfolg. Wir müssen und werden alles auf eine Karte setzen, voll offensiv angreifen.”
Doch beim Wollen bleibt es. Als nach elf Minuten Verteidiger Noack einer Flanke Wroblewskis entgegensteigt und Degtjarew mit einem herrlichen Kopfball überrascht, scheint nach nervösem Beginn das Zeichen gegeben. Doch schon fünf Minuten später führt ein Missverständnis Noacks zum Ausgleich. Safonow und Rogowski versuchen sich im Doppelpass, Rogowski fackelt nicht lange und Creydt streckt sich vergeblich. “Das durfte nicht passieren. Wir wussten, wenn ein Tor für Donezk fällt, sind wir weg”, sagte Lutz Eigendorf. “Damit war der Wind aus den Segeln. Ein Knacks für das ganze Spiel”, so Trainer Nippert. Die wenigen klaren Chancen werden verpasst (Riediger, Jüngling) oder verstolpert (Jüngling). Schütze trifft in der 83. Minute nur den Außenpfosten. Das Fazit von Assistenztrainer Martin Skaba: “Die ganze Sache haben wir schon in Donezk verspielt.”