Schau schau, der KSV!

Kurz vor der Winterpause haben es die Jungs vom KSV Hessen Kassel wieder einmal geschafft. Mit einem 4:0 gegen Hünefeld SV haben sie dieses Spiel eindeutig dominiert und verdient gewonnen. So landen die Löwen souverän auf dem dritten Tabellenplatz vor dem SC Waldgirmes und ganz knapp hinter der Mannschaft von Bayern Alzenau. Wollen Sie mehr über den KSV Hessen Kassel erfahren? Dann lesen Sie weiter. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen einiges, was  Sie vielleicht noch nicht über den KSV und seine lebhafte Vereinsgeschichte wussten.

Eine kleine Zeitreise

Am 23. November 1947 fusionierten der SV Kurhessen Kassel sowie der VfL TuRa Kassel zum ersten KSV Hessen Kassel und richteten sich zusammen auf dem “A-Platz an der Fuldaaue” ein, bis das heutige Auestadion fertiggestellt wurde. Schon nach kurzer Zeit zählten die Löwen zu einem der Spitzenvereine der zweiten Spielklasse der Oberliga Süd. 1953 erreichte der KSV dann endlich den Aufstieg in die Oberliga mit Hilfe des ehemaligen Schalke-Spielers Rudolf Gellesch. Der KSV-Spieler Karl-Heinz “Gala” Metzger wurde sogar in die Nationalmannschaft aufgenommen.

Der Aufstieg

Diesen Höhenflug konnte der KSV leider nicht lange halten. Es war ein ständiges Auf und Ab zwischen Oberliga und der zweiten Spielklasse. Den absoluten Tiefpunkt und auch letzte Saison in der Oberliga verbuchten die Löwen beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Sie verloren 9:0. Das war der Anfang vom Ende. Nun ging es rasant bergab. Innerhalb von 10 Jahren landeten die Löwen letztendlich in der Amateurliga. Dort gehörten sie immer zu den Spitzenmannschaften, verpassten den Sprung in die zweite Liga aber immer knapp. Bis es 1980 endlich gelang. Der Aufstieg war wieder gesichert.

Nach einer schwierigen Anfangsphase hatten die Löwen die Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga, doch es sollte nie dazu kommen. Die Enttäuschung in der Mannschaft war groß. Sie konnten sich zwar in der 2. Bundesliga halten, blieben aber im unteren Mittelfeld der Tabelle hängen.

Im freien Fall

Nach einem weiteren Abstieg in die Oberliga, wo sich der Verein jedoch an der Spitze halten konnte, wurde es finanziell knapp. 1993 musste der KSV Konkurs anmelden, mit über 2,5 Millionen D-Mark Schulden. Der inoffizielle Nachfolgeverein FC Hessen Kassel übernahm das Startrecht vom KSV, doch es lief finanziell leider auch nicht besser. 1997 musste auch der FC Hessen Kassel Konkurs beantragen. 1,8 Millionen D-Mark Schulden hatten sich angehäuft.

Auf zu neuen Ufern

Von dem ehemaligen Spieler Holger Brück wurden die Löwen wieder zum Leben erweckt.Durch den Einsatz von talentierten Spielern stieg der KSV in der Kreisliga A sehr schnell auf. Es gelang sogar der höchste Sieg, den es in der Vereinsgeschichte je gegeben hat. Mit 19:1 gewannen die Löwen gegen den  TSV Wolfsanger II.

Doch leider kam es zu einer weiteren Pechsträhne und die Löwen stiegen wieder in die Regionalliga ab. 2017 wurde vom Verein Insolvenz beantragt. Daraufhin musste die Mannschaft in die fünftklassige Hessenliga absteigen.

Zurück zu alter Größe

Mit dem dritten Platz in der Tabelle der Hessenliga ist der KSV ganz vorn mit dabei. Aufgrund der lebendigen Vereinsgeschichte können wir uns sicher sein, dass die Löwen an die vergangenen Erfolge anknüpfen werden. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Saison entwickelt.

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